Historie & Entwicklung


BdB-Vorsitzender Dr. Volker Pirsich hat während der BdB-Mitgliederversammlung in Luckenwalde folgenden Text vorgetragen: Dr. Ronald Schneider und sein Engagement für die AG der Freundeskreise im dbv bzw. für den BdB

Dr. Ronald Schneider
Dr. Ronald Schneider

Ein Wort zur historischen Einordnung: Die AG Freundeskreise im dbv wurde im Jahr 2005 als „Konferenz der Freundeskreise“ gegründet. Ohne koordinierende Hand dümpelte diese AG mehrere Jahre vor sich hin und stand kurz vor der Auflösung, ehe im Jahr 2011 Dr. Ronald Schneider als Koordinator für die AG gewonnen werden konnte.

Dr. Schneider, langjähriger Berufskollege von mir als Direktor der Stadtbibliothek Oberhausen, hat sich dieser Aufgabe mit sehr großem Engagement, Enthusiasmus und Fleiß gewidmet; durch sein Engagement hat sich die Mitgliederzahl der AG in den Jahren bis 2018 auf knapp 60 erhöht.

Ein entscheidender Schritt war, in Abstimmung mit dem dbv, dem Koordinator der AG einen Vorstand an die Seite zu stellen, dessen erster im Jahr 2013 gewählt wurde mit Persönlichkeiten aus Augsburg, Hamm und Wolfenbüttel. Diesem ersten Vorstand folgte 2016 ein zweiter, in dem auch zwei der hier Anwesenden ihre Tätigkeit für den ersten Dachverband der Freundeskreise begannen.

Die einzige Konstante in den Jahren bis 2018, das dann eine Zäsur bilden sollte, war und blieb Dr. Schneider. Früh wurde festgelegt, was die AG im dbv sein und leisten sollte, u.a. alle bestehenden Freundeskreise der dbv-Mitglieder wurden beim dbv erfasst. 

Die Konferenz der Freundeskreise sollte ähnlich wie eine dbv-Sektion mit einem ehrenamtlichen Vorsitzenden, der die weitere Arbeit aktiv voranbringt, strukturiert sein (wie eben bereits dargestellt). Es sollten einmal jährlich persönliche Treffen stattfinden (ein erstes wurde bereits im Jahr 2012 in Köln organisiert). Zwischen den Treffen sollten sich die Mitglieder (Vertreter der Freundeskreise) elektronisch über ihre Erfahrungen austauschen und Informationen über best practice aus einem elektronischen Newsletter erhalten; schließlich wurde ein eigener Bereich auf der Website des dbv zur Verfügung gestellt. Herr Dr. Schneider war derjenige, der einen großen Teil der anfallenden organisierenden und strukturierenden Arbeiten von zuhause aus und während der Tagungen vor Ort leistete, in bester Zusammenarbeit mit den beiden aufeinanderfolgenden AG-Vorsitzenden Kurt Idrizovic und Volker Pirsich, sprich: mir. Die Aufbauphase der AG gelangte an ein Ende, als von Seiten des dbv der Verbleib der AG im dbv aufgekündigt wurde und dem AG-Vorstand die Aufgabe nahegelegt wurde, die AG in die privatrechtliche Selbstständigkeit in Form eines Vereins zu überführen. Auch dieser Aufgabe hat Dr. Schneider sich, in engster Abstimmung mit den beiden genannten AG-Vorsitzenden, unterzogen und sich schließlich auch noch bereit erklärt, ab 2018 im neuen Vorstand als Schriftführer weiterzuarbeiten.

All das verdient mehr als nur Anerkennung und Lob – es verdient unser aller Applaus. Dr. Schneider ist in diesem Jahr 75 geworden und hat uns anlässlich unserer Vorstandssitzung im Sommer mitgeteilt, dass er aus gesundheitlichen und Altersgründen von seinem Amt als Schriftführer zurücktritt. Wir haben dies mit höchstem Respekt angenommen. Er wäre aber nicht er selbst, wenn er nicht noch einen Fuß (vielleicht mehr als das) im BdB behielte: Er hat zugesagt, sich (zusammen mit seiner Gattin) weiterhin um den Newsletter zu kümmern.

 

Lieber Ronald, für all das aus der Ferne meinen und unseren herzlichsten Dank! Aufgrund seiner Verdienste sowohl um die AG der Freundeskreise als auch um den BdB in seiner Gründungsphase möchte ich den Antrag stellen, Herrn Dr. Schneider die Ehrenmitgliedschaft im BdB zuzuerkennen. [Die Zustimmung aus der Mitgliederversammlung zu diesem Antrag war einhellig positiv.]


Das nachfolgende Grußwort, das die Geschäftsführerin des dbv Barbara Schleihagen anlässlich der Gründungsversammlung des neuen Vereins am 16. Juni 2018 in Berlingehalten hat, gibt einen Überblick über die Entstehung der vorausgegangenen Arbeitsgemeinschaft der Freundeskreise im dbv und den Prozess der Verselbständigung in den neuen Bundesverband.

Grußwort Barbara Schleihagen

Sehr geehrter Herr Dr. Pirsich,

lieber Volker,

sehr geehrter Herr Dr. Schneider,

sehr geehrte Damen und Herren,

 

sehr gerne überbringe ich ihnen heute aus Anlass der Gründung des Bundesverbandes der deutschen Bibliotheks-Freundeskreise die besten Grüße der Bundesvorsitzenden Barbara Lison und des Bundesvorstandes des Deutschen Bibliotheksverbandes! Wir wünschen Ihrem Bundesverband einen guten Start und eine weiterhin erfolgreiche Arbeit! Wir freuen uns darauf, die bereits vereinbarte enge Kooperation mit Leben zu füllen. Was vor 18 Jahren als Initiative des damaligen Vorsitzenden unsere sogenannten Sektion 2 (öffentliche Bibliotheken in Orten von 100.00-400.000EW), eben jenes Herrn Dr. Pirsich im Deutschen Bibliotheksverband begann, ist jetzt erwachsen geworden und tritt mit der Gründung Ihre neuen Bundesverbandesin die Unabhängigkeit. Wunderbar, wie sich hier ein Kreis schließt und der bereits damals so für die Sache der Freundeskreise engagierte Volker Pirsich diese Selbständigkeit in den letzten Jahren selbst so aktiv befördern konnte!Aus dem Bericht des damaligen dbv-Geschäftsführers Arend Flemming in der Publikation „With a little help from my friends“ kann die weitere Entwicklung gut verfolgt werden, die ich hier kurz nachzeichnen möchte. So half zu Beginn der Blick über den Tellerrand und schon früh wurden die Kontakte zum amerikanischen Dachverband Friends of Libraries USA geknüpft, der allerdings später den umgekehrten Weg ging: von der Unabhängigkeit in eine Sektion der American Library Association. In einer Umfrage unter dbv-Mitgliedern wurde deutlich, dass in den 1990er Jahre ein regelrechter Gründungsboom von Freundeskreisen zu verzeichnen war, die deutlich den Wunschnach Austausch oder sogar einem Dachverband äußerten. Der dbv reagierte auf vielfältige Weise. Er stellte Informationsmaterial zur Gründung von Freundeskreisen zusammen, bot Fortbildungskurse zu Recht- und Steuerfragen an, machte die Freundeskreisen auf seiner Website recherchierbar und baute eine koordinierende Struktur auf. Die verbandliche Lösung lag schließlich in der Einrichtung einer „Konferenz der Freundeskreise“, in dem die Freundeskreise als fördernde Mitglieder aufgenommen wurden. Am 1. Juli 2005konnte die Mitgliedschaft erstmal beantragt werden. Einige Jahre lang bot die Bundesgeschäftsstelle den Freundeskreisen immer wieder Fortbildungen an, mal mit der Einladung der Geschäftsführerin des amerikanischen Verbandes der Freundeskreise, mal mit einem Vortrag einer Steuerexpertin. Jedoch blieb die Zahl der Mitglieder immer im knapp zweistelligen Bereich. Zur Aktivierung der noch unzureichend genutzten Ressourcen durch die Fördervereine konnte in 2011Herr Dr. Schneider als Koordinator für die AG Freundeskreise gewonnen werden. Als gemeinsame Vision wurde festgehalten: 

  • Alle bestehenden Freundeskreise der dbv-Mitglieder sind beim dbv erfasst.
  • Die Konferenz der Freundeskreise ist ähnlich wie eine dbv-Sektion mit einemehrenamtlichen Vorsitzenden, der die weitere Arbeit aktiv voranbringt, strukturiert.
  • Es finden einmal jährlich persönliche Treffen statt.
  • Zwischen den Treffen tauschen sich die Mitglieder (Vertreter der Freundeskreise) elektronisch über ihre Erfahrungen aus.
  • Sie erhalten Informationen über best practice aus einem elektronischen Newsletter und verfügen über einen eigenen Bereich auf der Website.

In 2012 organisierte die Bundesgeschäftsstelle erstmal ein Treffen der Freundeskreise in der Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek Köln, um mit Herrn Dr. Schneider einen Neustart zu markieren. In den Folgejahren konnte durch die unermüdliche und hoch engagierte Arbeit von Herrn Dr. Schneider und mit Unterstützung der dbv-Bundesgeschäftsstelle weitere Freundeskreise gewonnen werden, ein ehrenamtlicher Vorstand unter der Leitung von Herrn Idrizovic eingesetzt, regelmäßig Informationen versendet sowie jährliche Treffen organisiert werden. Nach erfolgreichem Auslaufen dieser ersten Projektphase verständigten sich dbv-Bundesvorstand und Vorstand der Freundeskreise, dass ab 2016 die „AG der Freundeskreise“ sukzessiv auf eigenen Beinen stehen und sich nach 2017 auch organisatorisch vom dbv lösen und als selbständiger „e.V.“ neu positionieren sollte. Auf diese Weise erhofft man sich, durch eine enge Partnerschaft beider Vereine politisch noch mehr für Bibliotheken bewegen zu können. Mit weiterer personeller und finanzieller Unterstützung durch den dbv gelang in den Folgejahren schrittweise die Umsetzung auch dieser weiteren Entwicklungsstufe. Heute sehen wir das Ergebnis, auf das alle Beteiligten mit Recht stolz sein dürfen: ein eigenständiger Bundesverband der deutschen Bibliotheks-Freundeskreise! Im Namen des Deutschen Bibliotheksverbandes gratuliere ich allen Beteiligten sehr herzlich zu diesem schönen Erfolg und wünsche Ihnen auch weiterhin eine gutes Händchen bei der Verfolgung unseres gemeinsamen Zieles: der Unterstützung und Beförderung unserer Bibliotheken!

Ich danke Ihnen!

 

Barbara Schleihagen | Geschäftsführerin des Deutschen Bibliothekenverbandes e.V. am 16. Juni 2018

Kontakt

Bundesverband der deutschen Bibliotheks-Freundeskreise e.V.

Vorsitzender Dr. Volker Pirsich

Am Neuender Busch 25

D-26386 Wilhelmshaven

 

vwhp(at)arcor.de

 

Der BdB e.V. ist Mitglied im DAKU - Dachverband der Kultur-

fördervereine: www.kulturfoerdervereine.eu 

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Flyer Bundesverband deutscher Bibliotheks-Freundeskreise e.V.
Der Flyer informiert umfassend über den Verein und enthält ein Beitritts-Formular für neue Mitglieder.
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